Standuhren

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Standuhren - Stehuhren - Großuhren

Diese eleganten Zeitmesser haben sich bis zum heutigen Tag erfolgreich durchsetzten können und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Standuhren sind besonders wertvolle Zeitmesser, die sich als eigenständiges Möbelstück in die häusliche Einrichtung integrieren lassen. Seit Generationen gelten Standuhren als Statussymbole und beeindrucken durch ihre Präzision und Eleganz. Im Laufe der Zeit wurden Standuhren weiterentwickelt, verbessert und dem Stil der heutigen Zeit angepasst. Die klassische Standuhr aus den verschiedesten Holzarten gibt es immer noch, aber auch solche aus Kunststoffen oder anderen Materialien. Es ergeben sich hieraus viele verschiedene Stilrichtungen.

Standuhren können bis zu einer Höhe von drei Metern entstehen. Sie funktionieren mit einem Gewichtantrieb, der über die Zugkraft hängender Gewichte funktioniert, sowie einem Pendel.

Die meisten Standuhren verfügen über ein Schlagwerk. Ein Räderwerk-Mechanismus parallel zum Gangmechanismus. Das Schlagwerk gibt ein akustisches Signal in einem bestimmten Zeitintervall wieder. Die Uhr schlägt zu einem festgelegten Zeitpunkt oder spielt eine Melodie. Bekannt und sogar berühmt ist die Melodie des Westminster Glockenschlags der Turmuhr des Londoner Westminster Palastes, welche traditionell alle Viertelstunde schlägt. Standuhren erfreuen sich großer Beliebtheit, aufgrund ihrer Ganggenauigkeit und ihrer Langlebigkeit, oftmals "ein Leben lang".
 

Die Uhr - der Zeitmesser schlechthin

Auch wenn wir heute die Uhrzeit oft an unserem Smartphone ablesen, ist die Uhr immer noch unverzichtbarer Begleiter in den unterschiedlichsten Bereichen des Alltags.

Die klassische Form der Zeitanzeige erfolgt analog mit Uhrzeigern auf einem Zifferblatt.

Das Zifferblatt war und ist als Gesicht der Uhr und besonders dem Verwendungszweck und dem modischen Geschmack des Käufers unterworfen.


Geschichte der Zeitmessgeräte

Die Geschichte der Zeitmessgeräte lässt sich bis zu den Sumerern und Ägyptern zurückverfolgen, die um 3000 v. Chr. Sonnenuhren auf Basis einfacher Schattenstäbe kannten.[1] Der Schattenstab ist seit 2400 v. Chr. auch aus China bekannt. Die Griechen nannten ihn später -Gnomon-.


Um 2000 v. Chr. wurde von den Babyloniern das Sexagesimalsystem mit der Basiszahl 60 verwendet, woraus sich später das Zwölfersystem (Duodezimalsystem) für die Stundeneinteilung entwickelte.[2] Die alten Ägypter unterteilten den Tag in zwei Zwölf-Stunden-Zeiträume und verwendeten große Obelisken, auf denen die Bewegung der Sonne verfolgt werden konnte. Wasseruhren gehörten zu den ersten Zeitmessern, die nicht auf Beobachtungen der Himmelskörper basierten. Eine der ältesten wurde im Grab des ägyptischen Pharaos Amenhotep I., um 1500 v. Chr. gefunden. Etwa 325 v. Chr. kam die Wasseruhr zu den Griechen, die sie als Klepsydra (Wasserdiebin) bezeichneten.[3] Andere alte Zeitmessgeräte sind die Kerzenuhren, die in China, Japan, England und im Irak eingesetzt wurden. In Indien und im Tibet waren die sogenannten Timesticks (Räucherstäbchenuhr) weit verbreitet sowie die Sanduhren in einigen Teilen Europas.


Die ältesten Uhren verwendeten den Schatten der Sonne – versagten also bei trübem Wetter oder bei Nacht - und zeigten die Zeit nur sehr ungenau an. Genauere Sonnenuhren erforderten eine Berücksichtigung der Jahreszeiten, was beim Gnomon schwierig war und später zur Ausrichtung des Schattenzeigers nach der Himmelsachseführte. Die erste Uhr mit einem Hemmungsmechanismus, der die Rotationsenergie in Schwingungen umsetzte,[4] entwickelte ein Grieche im 3. vorchristlichen Jahrhundert.[5] Im 11. Jahrhundert erfanden arabische Ingenieure Uhren, deren Zahnräder und Gewichte mit Wasser angetrieben wurden.

Mechanische Uhren mit einer Spindelhemmung entstanden um 1300 in Europa und wurden das Standard-Zeitmessgerät, bis im 16. Jahrhundert federgetriebene und Taschenuhren folgten sowie um 1650 die Pendeluhr. Im 20. Jahrhundert wurden Quarzuhren erfunden, gefolgt von Atomuhren. Obwohl die ersten Quarz-Oszillatoren wegen ihrer Genauigkeit für Labors entwickelt wurden, konnte man sie bald einfach produzieren und in Armbanduhren einbauen. Atomuhren sind die weitaus genauesten der bisherigen Zeitmessgeräte. Um andere Uhren zu kalibrieren und eine Standardzeit der Erde zu definieren, wurde schließlich 1968 das System der -Coordinated Universal Time- auf atomarer Basis eingeführt.

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